Artikel-Alleen und Blog-Boulevards. Schlendern in Facebook-City.

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05/03/2012
EXTERN
SOCIAL MEDIA

Auch wir schreiben über die Timeline und Facebook. Allerdings werden wir auf eine klassische Vorstellung der Funktionen und auf einen Vergleich mit bald der Geschichte angehörenden Pinnwand verzichten. Wir widmen uns lieber einem absolut subjektiven, willkürlich-zufälligen Spaziergang durch die Alleen der Artikel und über die Boulevards der Blogs. Nicht umsonst möchten wir (und wenn ich von “wir” spreche, meine ich mich – aber als Schreiberin für’s Unternehmen ist ein “wir” eben adäquater.) den Einstieg in unsere neue Blog-Optik (die uns sehr gut gefällt. Ebenso wie die Vorstellung, im Blog immer in der dritten Person von mir uns zu sprechen …) mit einem Artikel beginnen, der

[Mir ist dieses "Wir-Geschreibe" zu blöd. Ich schreib jetzt ich. Ab sofort. Außer, ich meine wirklich "wir".]

mich sehr begeistert hat: Der Tod des Cyberflanuers von Evgeny Morozov. Leider stehen schon in der Einleitung folgenden Sätze:

Das Spazierengehen, das Flanieren im Netz stirbt einen langsamen Tod. Schuld sind Facebook und Google. Effizienzversessenheit und die Tyrannei des Sozialen machen dem Cyberflaneur den Garaus.”

Und prompt werde ich melancholisch. Facebook macht das Schlendern schwer – das stimmt. Aber trotzdem muss doch ein Kompromiss möglich sein? Kann ich mein täglich Socialbread mit dem Anspruch, den dieser Artikel an mich stellt, nicht irgendwie verbinden?
Obwohl sicher ein suboptimaler Start, werden ich heute einen kleinen Schritt in die hoffentlich richtige Richtung gehen : mich von Link zu Link, von (Schau-)Fenster zu (Schau-)Fenster treiben lassen – allerdings in einer Stadt, die  zugegebenermaßen nur in einem Blaumann-Blau gehalten ist. Gefällt mir nicht.

Wenn man nach “Timeline facebook“-Bilder googelt googled googlet sucht, erhält man “Ungefähr 677.000.000 Ergebnisse (0,18 Sekunden)”. Das un-timelinigste Bild ist eines, das mich an den Nürnberger Zoo und Gandhi denken lässt. Der Artikel dazu heißt “Die Zukunft von Facebook-Apps” und stellt diese Frage:

…. die wir uns gerade stellen und die bisher kaum öffentliche Beachtung fand, ist die nach der Perspektive der “klassischen” Facebook Tab-Apps im Rahmen des neuen Konzepts. Welcome-Tabs, Fangates, Shops, Video-Channels usw. findet man heute auf fast jeder Unternehmens-Fanpage. Neben der Pinnwand-Kommunikation dienen sie zu Individualisierung einer Fanpage und erlauben es, dem Nutzer relevante Informationen anzubieten, ohne ihn zum Verlassen der Facebook-Plattform zu bewegen.

Eine gute, wie ich finde. Allerdings werde ich nicht versuchen, sie zu beantworten – ich bin schließlich am Schlendern!

In der Blogroll von wollmilchsau finde ich ctrl+verlust. Schöner Blog. So grün. So schlau. So einfach. Die Tag-Cloud allerdings, sie lässt mich erblinden! Deshalb blindlinks geklickt: “groys”. Der Tag führt mich zu diesem Artikel: “Das Archiv und die Stütze des Neuen”. Ich hab ihn überflogen. Ich weiß, dass ich Ihn als Zeitungsartikel sicher gerne lesen würde. Oder auf dem Tab. Das werd ich auch tun. Allerdings kommt zu oft (nicht für mich, nur für den Moment) das Wort Tod drin vor – und das fühlt sich gerade ein bisschen so an, als wenn man mit einem mittelgut bekannten Bekannten oder Kollegen seinen Psychotherapeuten auf dem Marktplatz trifft. Irgendwie unpassend. Ich finde jedoch einen Link auf den Mann, der für das schöne Grün und die augenkrebsige Wolke verantwortlich ist.

Er heißt Mark Wirblich. Er hat fünf E’s im Logo – und es sieht dem kontrollverlustigten sehr ähnlich. Sehr. Nur anders.

Schon ähnlich, oder?

Schon ähnlich, oder?

Naja. Aber macht nix. Auf jeden Fall ist Mark mit seinem Blog noch viel mehr im Rückstand als wir. (Wollte ich nur mal gesagt haben.)
Und seine Startseiten-Schachtel erinnert mich an diesen Kuchen.

Nochmal zurück zu ctrl+verlust. Im Artikel “Die echte Facebookfalle und wie wir wieder herauskommen” ist auch ein Link zum FB-Bureau. Der Herr Tobias Leingruber (was sind wir Deutschen immer kritisch mit dem Datenschutz. Und Schutz an sich) hat sich das ausgedacht. Über sein Kunstprojekt kann man hier und hier und hier nachlesen. Ach ja – und hier kann man ihn befreunden.

Dieser Artikel endet hier etwas abrupt.

Nachtrag: weitere Ergebnisse des Cyperschlenderns findet Ihr ab sofort regelmäßig bei den Artikeln “Fünf am Freitag” und “3GIF. 3JPG.” (die auch so getaggt werden – also leicht zu finden sind!)

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