Ein Appschied auf Raten?

Donnerstag, 05. August 2010

Apps als Auslaufmodell?

Apps sind nur ein Übergangsphänomen. Obwohl allein dieses Jahr ca. 10 Milliarden Apps von Nutzern auf ihre Smartphones und ipads geladen werden (Marktforscher gehen davon aus, dass 2012 bereits 50 Milliarden….), sehen die Vorseher der digitalen Welt Apps als technisch limitiertes Übergangsphänomen. „Apps wird es nur so lange geben, bis die mobilen Browser leistungsfähiger und die Datenverbindungen schneller sind. Apps sind ein Übergangsphänomen”, sagt Carsten Frien, Geschäftsführer von Madvertise, einem Marktplatz für mobile Werbung. Fünf bis sechs Jahre gibt er diesen plattform-eigenen, sogenannten nativen Apps noch. Dann werde das offene Internet an ihre Stelle treten. Noch haben die Apps aber Vorsprung: 54 Prozent der Smartphone-Besitzer in Deutschland nutzen Apps; nur 50 Prozent setzen ihren Browser ein, hat das Marktforschungsunternehmen Comscore gemessen.

Denn Apps sind technisch gesehen von gestern, denn der Nutzer muss jede Software einzeln laden. Da es Dutzende von App-Stores, konkurrierende Betriebssysteme und Hunderte verschiedene Handys gibt, muss eine App in vielen verschiedenen Versionen entwickelt werden. Das macht nicht nur Produktion und Marketing teuer, sondern mindert auch die Chance, eine große Reichweite zu erzielen. utet. Das mobile Web bietet sich als Lösung an”, sagt Saverio Romeo, Analyst bei Frost & Sullivan. Wenn die Anwendung in einem Web-Browser läuft, genügt eine einzige Version, auf die alle Nutzer zugreifen können. HTML5 heißt das Zauberwort der Web-Fraktion. Diese neueste Version der Web-Programmiersprache ist die große Herausforderung für die App-Economy. Zwar lassen sich mit HTML5 noch nicht so schöne Apps für das ganze Web wie für die einzelnen Plattformen bauen, doch die ökonomischen Vorteile liegen klar auf Seiten der offenen Variante. Parallel zum Entwicklungsaufwand sinkt auch die Abhängigkeit vom Betreiber des App-Stores. Das stationäre Internet hat genau diesen Weg zu einer offenen Plattform genommen, in der Nutzer auf alle Anwendungen mit Hilfe eines Browsers zugreifen können. Mit dem Aufkommen schneller Breitband-Verbindungen und leistungsfähiger Browser hatte proprietäre Software weitgehend ausgedient.

Doch die nativen Apps haben im Mobilfunk einen starken Fürsprecher: Apple. Das Unternehmen ist Pionier und klarer Marktführer in der App-Economy. Apple verdient prächtig mit dem Verkauf der Geräte, der Beteiligung an den App-Verkäufen und bald auch an der mobilen Werbung, für die das Unternehmen mit der Übernahme von Quattro Wireless seine Werbeplattform iAd aufgebaut hat. Aufgrund seiner Marktmacht kann das Unternehmen weitgehend diktieren, welche Apps auf „seinen” iPhones und iPads laufen, wie hoch es an den Umsätzen der App-Entwickler beteiligt wird und welche Unternehmen in seinen Apps Werbung verkaufen dürfen. Zudem nimmt Apple den App-Entwicklern auch noch die direkte Kundenbeziehung weg. Langsam regt sich Widerstand. Die Frage ist, ob Apple bald ebenso wegen dieser Marktmacht angegriffen wird, wie dies von einem Jahrzehnt mit Micorsoft geschah. Die Nerd-Szene möchte weitgehend unabhängig und frei von Gängeleien sein. So entstand Linux, so wurden Browser jenseits des Internet Explorer entwickelt usw. Ist HTML5 die Entwicklung, die nun Apple appserviert?

intercorp. wird sich auf verstärkt mit HTML5 beschäftigen, weil wir unseren Kunden schon heute nur mit leichtem Magendrücken Apps empfehlen können, denn die Entwicklung von Apps – wenigstens für die wichtigsten Betriebssysteme iOS (Apple), Windows Mobile, Android (Google), Web OS (Palm) – kostet eine Menge Geld und es stellt sich damit immer auch die Frage nach dem ökonomischen Nutzen, der über einen reinen Imagegewinn hinausgeht.

Killt Porno Flash? Das freut Apple.

Donnerstag, 01. Juli 2010

Neue Regel: Flash sticht nicht mehr

Kaum dass Steve Jobs Adobe offen den Kampf angesagt hat, jetzt kommt auch noch die Pornoindustrie mit voller Breitseite. Es scheint so, als ob wieder einmal des Internets wichtigste Nebensache der Welt, die Pornofilmchen, den Ausgang des Formatkrieges mitentscheidet. Eines der größten Pornostudios der Welt hat erklärt, dass HTML5 die Zukunft sei. Hinter diesem kleinen Statement versteckt sich möglicherweise eine große Revolution. Adobe Flash, jahrelang Standard und Mainstream für das Abspielen von Multimedia-Anwendungen und Videos, könnte so über kurz oder lang von den Bildschirmen der Welt verschwinden.

Die Gründe hierfür finden sich in den modernen mobilen Geräten, denn Handybrowser werden von Flash über die Maßen beansprucht. Um mit den Worten der Pornomacher zu sprechen: Flash zieht zuviel Saft, die Akkus sind zu schnell leer. HTML5 das neue virtuelle Viagra, weil man damit länger kann? Unterstützt wird dieser Angriff auf Adobe von Apple, denn die Lieblingsmarke der sexy mobile generation hat Flash bereits von ihren neuen Mobilgeräten verbannt und versucht allen Web- und App-Entwicklern HTML 5 aufzuzwingen. Alle ipad-, ipod- und iphone-User kommen mit Flash überhaupt nicht mehr in Berührung. Die Kampf zwischen Adobe und Apple scheint entschieden, denn die Herren und Damen der virtuellen Lust habenbeschlossen, dass „sobald alle Browser HTML5 unterstützen, werden wir alle auf HTML5 setzen”. Genau betrachtet hängt diese Entwicklung nur noch an einem veralteten – aber nach wie vor am meisten verbreiteten – Browser, dem Internet Explorer 8. Vielleicht der letzte kleine Stolperstein in dieser Entwicklung, den der I.E. ist der Browser von Microsoft. Und Microsoft und Apple können sich ja bekanntlich nicht so gut leiden…

Für HTML5 spricht, dass viele Websites für Multimedia-Anwendungen mit dem Flash-Player ein kleines Plugin benötigen, was bedeutet, dass der User immer wieder mal ein Update durchführen  bzw. eine neue Flash-Version installieren muss. Der neue Web-Standard HTML5 ist für den User insofern komfortabler, da er Multimedia-Anwendungen direkt im Browser abspielen kann. Aber das Internet wäre ja nicht das Internet, wenn jetzt innerhalb der HTML5-Gemeinde nicht eine heftige Diskussion entbrennen würde. Zwischen dem World Wide Web Consortium (W3C) und der Hypertext Application Working Group (WHATWG), beides Schwergewichte in der Webentwickler-Szene ist ein offener Streit über die Standards ausgebrochen. Ergebnis: Diese Unstimmigkeiten scheinen zwei voneinander abweichende HTML5-Spezifikationen zur Folge zu haben. Ist halt wie immer: Wenn zwei sich streiten, ärgert das den Dritten – in diesem Fall uns, da wir uns wieder einmal mit zwei Lösungen für eine Anwendung herumschlagen müssen. Aber das kennen wir ja, deswegen: business as usual.

Geld verdienen mit „Thank You Economy”

Donnerstag, 27. Mai 2010

Micropayment-Dienst Flattr

Flattr – nur das zahlen, was Sie wollen

Die Frage ist so alt wie das Web selbst: „Wie kann man mit Inhalt Geld verdienen?” Gerade in letzter Zeit haben viele Verlage angekündigt, Teile ihrer Onlineangebote nur noch gegen Bezahlung anzubieten. So kann man die New York Times online nur noch gegen Entrichtung einer Gebühr lesen. Trotzdem bleibt abzuwarten, ob sich derartige Angebote durchsetzen können, denn viele Versuche haben bisher das Gegenteil bewiesen.

Geht man davon aus, dass auch in Zukunft nur wenige Medienangebote durch Onlinewerbung in die schwarzen Zahlen gelangen werden, bleibt die Frage nach einer Alternativlösung zum umstrittenen und mit enormen Reichweiteneinbußen verbundenen Schritt zum Zahlungszwang. Ganz im Geiste eines offenen (und vielleicht auch demokratischen) Internets ist eine neue Initiative, die auf das freiwllige Bezahlen für Gratis-Content setzt. So unterstützt der Onlinenutzer seine favoritisierten Inhalte und unterstützt Sie monitär, um deren Überleben zu sichern. Diesem Gedanken hat sich flattr verschrieben

Flattr ist ein junges Startup mit prominenter Beteiligung: Peter Sunde, Mitbegründer Torrent-Suchmaschine The Pirate Bay, ist einer der zwei Köpfe hinter dem neuen Dienst, welcher auf der Idee der “Thank You Economy” basiert. Dabei dreht sich alles um die Möglichkeit von Usern, für Qualitätscontent freiwillig und in jeder beliebigen Höhe zu zahlen, statt Anwender kompromisslos zu einer Zahlung zu zwingen.

Wer bei Flattr mitmachen möchte, zahlt monatlich einen selbst gewählten Betrag auf sein Flattr-Konto ein (Untergrenze zwei Euro). Fortan kann man jedes Mal, wenn sich auf einer Site ein Flattr-Button befindet und man das dort Vorgefundene für belohnenswert hält, auf den Button klicken, um ihn zu “flattern”.

Am Monatsende wird die von Nutzern eingezahlte Summe gleichmäßig zwischen allen Inhalteanbietern aufgeteilt, die sie “geflattert” haben. Je nach persönlichem Flattr-Budet kann es sich dabei pro Person um Centbeträge handeln, die an einzelne Mediensites oder Blogs ausgezahlt werden. In der Summe jedoch kann dadurch ein nettes Sümmchen für angeschlossene Sites zusammenkommen. Soweit jedenfalls die Vorstellung der Flattr-Macher.

Voraussetzung dafür, dass dieses System funktioniert, sind sowohl eine möglichst große Zahl beteiligter Blogs und Websites, als auch Hundertausende oder besser Millionen Anwender, die einmal pro Monat Geld bei Flattr einzahlen. Positiv auswirken könnte sich hierbei Peter Sundes Bekanntheitsstatus, wobei natürlich fraglich ist, inwieweit Vertreter großer Mainstreamverlage überhaupt zu Gesprächen mit einem ehemaligen “Piraten” bereit sind.

Wahrscheinlicher ist aber ohnehin, dass sich Flattr vornehmlich an kleinere Medienangebote, Blogs und Webpräsenzen des Long Tail wendet. Für diese spricht im Grunde nichts gegen ein unverbindliches Ausprobieren. Hier gehts zu Flattr

Werbeagentur + Oberfranken = 1A Lage!

Mittwoch, 21. April 2010

Schnell erreichbar: intercorp., die Medienagentur aus Oberfranken

Schnell erreichbar: intercorp., die Medienagentur aus Oberfranken

Unser Standpunkt: wer (Karten) lesen kann, ist klar im Vorteil.
Wer behauptet, dass Oberfranken am … Ende der Welt liegt, sollte besser hinschauen! intercorp., die Internetagentur aus Neudrossenfeld, befindet sich nicht nur genau zwischen Bayreuth und Kulmbach (14 Minuten Fahrzeit), sondern auch zwischen Bamberg und Hof (55 Kilometer). Die Entfernungen nach Stuttgart und Madeburg (jeweils 300 Kilometer) und Paris und Warschau (jeweils 830 Kilometer) halten sich die Waage. Berliner Luft oder Kölner Dom? Die Distanz ist sicher keine Entscheidungshilfe – denn Berlin und Köln sind beide in knappen 4 Stunden erreichbar! Nach Prag sind es 305 Kilometer – und nach Heidelberg auch! Frauenkirche? Die eine liegt eher im Süden (München), die andere im Osten (Dresden) – aber die Entfernung zu beiden beträgt jeweils nur 240 Kilometer! Ganz egal, ob Sie kühles Nordlicht oder charmante Kultur bevorzugen, ob Hamburg oder Wien: mal eben 575 Kilometer gefahren und schon sind Sie in einer der beiden Weltstädte. Da mag sich mancher am fränkischen „Provinzcharakter“ stören – die Schlauen genießen, was sie haben (zum Beispiel wachsende Wirtschaft, günstige Immobilien, starke Netzwerke, soziale Kommunen, vielseitige Kultur, wunderbare Landschaften, kulinarische Vielfalt, saubere Umwelt, relativ freundliche Ureinwohner) freuen sich an der zentralen Lage von Oberfranken und auf die europäischen Großstädte, die alle so schnell zu erreichen sind: Gute Laune!

Google – Viermal unter der Lupe.

Dienstag, 23. März 2010

Google unter der Lupe.

Viermal Google unter der Lupe.

Google macht dicht.
Google verweigert ab sofort die Zensur. Nach monatelangen Streitigkeiten mit der chinesischen Regierung zieht das Unternehmen jetzt Konsequenzen: die Seite www.google.cn ist stillgelegt, alle Nutzer werden nach Hongkong geschickt (zumindest suchmaschinentechnisch). Dieser Schritt birgt Risiken – denn in keinem anderen Land der Welt gibt es so viele Internet-Nutzer wie in China, nämlich circa 300 Millionen. Fachleuten zufolge ist der eventuelle Verlust des kompletten chinesischen Marktes nicht wirklich kritisch für die aktuellen Bilanzen des Google-Konzerns – langfristig gesehen “verspielt Google Wachstumsmöglichkeiten … und ein längerer Rückzug könnte Google ca. 500 Millionen Dollar kosten…” meinte UBS-Analyst Brian Pitz.

Google, das Beast.
Nachdenklichkeit macht sich nach Sichtung dieses Videos breit – ob sie jedoch die Bequemlichkeit besiegt, die sich mit vielen Google-Diensten im virtuellen Alltagsleben noch um Einiges breiter macht?

Google hat Recht.
Suchmaschinenvermarktung, die mit fremden Markennamen arbeitet? Der Europäische Gerichtshof entschied sich eindeutig dafür! Google-Kunden dürfen ab sofort Markennamen von Mitbewerbern als Keywords verwenden. Der Vorwurf, Markenrechte würden verletzt werden, wurde somit von höchster Stelle abgewiesen. “Google hat dadurch, dass es Werbenden die Möglichkeit bietet, Schlüsselwörter zu kaufen, die Marken von Mitbewerbern entsprechen, nicht das Markenrecht verletzt. … Wurde eine Marke als Schlüsselwort benutzt, kann daher ihr Inhaber das ausschließliche Recht aus seiner Marke Google nicht entgegenhalten” meinte dazu das Gericht.

Google ohne Pflicht.
Google Analytics. Laut der eigenen Präsentation ein Lösung – kein Problem:
“… Analytics ist die Unternehmenslösung für Webanalysen, mit der Sie wertvolle Erkenntnisse über die Zugriffe auf Ihre Website und die Wirkung Ihrer Marketingstrategien gewinnen … Ihre Zugriffsdaten auf ganz neue Weise analysieren … Werbung zielgerichtet gestalten, Ihre Marketingkampagnen stärken und Websites mit hohen Conversion-Raten entwickeln” – so Google. Wenn es allerdings um Datenschutz geht, ist die Lösung eher ein Problem! Denn alle gesammelten Daten werden dauerhaft auf Google-Servern gespeichert und somit an Dritte weitergegeben! Und das geschieht fast immer ohne die aktive Zustimmung des Nutzers, dem so das Recht auf seine Einwilligung genommen wird. Aber auch die “andere Seite” – also die Unternehmen, deren Seiten besucht werden, sind im Grunde völlig ungeschützt. Google kennt die Besucherzahlen und alle E-Commerce-Details. Was mit diesen Daten passiert, liegt allein bei Google. Die Betreiber einer Internetseite sind allerdings rechtlich gesehen weiterhin in der (alleinigen) Pflicht: denn Haftung und Verantwortung liegen beim Besitzer. Wer nicht gegen das Telemediengesetz verstoßen will, ist deshalb verpflichtet, an einer sichtbaren Stelle auf die Nutzung von Google Analytics (oder anderen Tracking-Tools) hinzuweisen.

Sie suchen eine SEO Agentur?
Sie wollen nicht nur selbst Google finden, sondern auch selbst gefunden werden?

Dann herzlich Willkommen bei intercorp. der Werbeagentur aus Oberfranken für Werbung, Webdesign und Internet.

Pinkko hllesba rrie siggraf fiti*.

Freitag, 12. März 2010
Pink Jean-Paul Kohl 102kg Sprühstoß

Zerstückelt, gefallen, besprüht, gelesen, beschallt.

Bitte vollenden Sie diesen Satz:

The Wall …
1). … darf nicht zerstückelt werden.
2). … muss weg.
3). … ist von Sartre.
4). … kostet $ 4495,-
5). … darf besprüht werden!

Richtig.

1). Pink Floyd darf nicht zerstückelt werden! Wer nach “Pink Floyd zerstückelt” bei Google sucht, wird seit kurzem fündig. Naja. Was kommt als nächstes? Don’t scrunch Beatles? Stop throwing Stones while sitting on palm trees? Egal –auf alle Fälle bleiben die Werke von Floyd erstmal ganz. Und Richards wahrscheinlich unten.

2). “Die Mauer muß weg!” Rhythmischer Sprechgesang im November 1989, Berlin. Viele Menschen. Emotionen auf offener Straße (in Berlin!). Wir erinnern uns. Kohl und so. Viele Tränen. Umarmungen (auch Ossis & Wessis).

3). Sollte man wissen. Und kennen. Wenn nicht – ab jetzt einfach mal so tun. Oder lesen. Geht auch (Originalfassung: Le Mur, Deutsch: Die Mauer). Jean-Paul S. war übrigens mit Alice S. gut befreundet. (Nein. Nicht die aus dem Film zum Buch!)

4). Und kann zumindest schon vorbestellt werden! Abmessungen: 950 x 1250 x 300 mm. Irgendwie deutlich beeindruckender als das ipad, aber auch schlechter für die Knie.

5). Graffiti gegen den Nahost-Konflikt? Oder für mehr Kommunikation. Zumindest kann man mit aufgesprühten Wörtern nach Wahl damit beginnen! Für 30,- Euro auf die Mauer zwischen dem Westjordanland und Israel. intercorp. findet das gut. Und will es machen – aber der Wortlaut steht noch nicht fest. Für konstruktive Beiträge sind wir dankbar, zahlen jedoch nichts.

*Auflösung für die, die hier gegen eine mentale Mauer gelaufen sind: pink. kohl. lesbar. riesig. graffiti. Nur anders.

Als Kind mal in ’nem Karton gespielt?

Donnerstag, 21. Januar 2010

BumpTop hat was: vier Seiten und viel Suchtpotential.

Waschmaschinen-, Umzugs-, Quelle- oder Schuhkartons: Schachteln einrichten und drin wohnen macht Kindern viel Spaß. Und da wir alle mal welche waren (Kinder, nicht Verpackungen), kann sich der eine oder andere sicher noch dunkel dran erinnern. Ans Kindsein und auch an alte Schachteln!
Jetzt gibt’s den Pappkartoneffekt auch für den Bildschirm: BumpTop liefert vier Wände und einen Boden, nette hüpfende Stapel und vieles mehr – wenn man will, kann man sogar Poster an die Wände tackern!

Das Programm gibt’s als kostenlose Version für Apple-Jünger hier und da für alle PC-Fans. Wer Multitouchsteuerung verwenden möchte, kauft die Pro-Version für 29,- USD.

Schön gekontert: Microsoft poliert den Heiligenschein.

Donnerstag, 21. Januar 2010
St. Virtuell

St. Virtuell mit Gedächtnisschwund

Mircosoft ist der neue Superheld, der zukünftig alle treuen Nutzer beschützt und bewacht – nicht wie der große Gucker Google, der alle Daten speichert und selbst Blutgruppen und Körbchengrößen an durchtriebene Werbedealer und bösartige Viralindividuen verkauft. Für immer natürlich. Und ewig.
Microsoft speichert nun demnächst (12 – 18 Monate) IP-Adressen nur noch 6 Monate statt 18; außerdem werden alle Adressen schon bei der Sammlung völlig anonymisiert. Das recht bekannte Unternehmen aus Redmond (USofA) richtet sich nach einer Direktive der Europäischen Kommission zum Schutz der Privatsphäre im Internet. Das freut den modernen Europäer und schenkt Hoffnung – auch für die nächste Klimakonferenz, deren Empfehlungen zwar wärmstens, aber dennoch untergingen.

Bei Cookie- und Cross-Session-IDs bleibt es allerdings bei einer Speicherzeit von 18 Monaten: auch Google kämpft mit und in diesem Zeitrahmen gegen Klickbetrug und Spam – möge das Netz sicher bleiben. Oder werden.

Mozilla macht Firefox Feuer unterm Fenster

Donnerstag, 21. Januar 2010
Extrablatt! Neuer Firefox macht Dampf.

Extrablatt! Neuer Firefox macht Dampf.

Viele Worte braucht man eigentlich nicht. Besser, schneller, schöner, mehr würden reichen. Aber es gibt auch einige Details. Am besten, Sie stellen sich einen kleinen, amerikanischen Zeitungsjungen vor, der sepiafarben und aufgeregt mit einem Extrablatt um die Ecke biegt. Bereit?

Javascript 20-25% schneller!
Websites 20-25% schneller!
Video- und Audio-Playback über offene Formate jetzt auch im Vollbildschirm!
Besseres Tab-Management!
Mehr Hilfe!
Schnellere Oberfläche!
Sicherheit!
Datenschutz!
Freibier für alle, die heute downloaden!
Einstellungsmöglichkeiten erweitert!
Veraltete Plugins?! Firefox informiert!
Grafikstandards wie (CSS, SVG) werden unterstützt!
Multitouch-Screens werden unterstützt!
Unterstützung für die HTML5 File API!

Man sieht, es lohnt sich, den neuen Firefox zu laden. Das Freibier ist nur für den amerikanischen Markt. Und den unbekannten Herrn mit dem (un)gefährlichen Laptop am Münchner Flughafen. (Ein Fuchs, wer soviel Feuer facht.)

Achtung, Achtung! Hier spricht der BSI
.

Sonntag, 10. Januar 2010

Lücken! Absturzgefahr! Bundesamt warnt Bürger.

Lücken! Absturzgefahr! Bundesamt warnt Bürger.

Hören Sie auf: 1. Ihr Bundesamt 2. Outlook zu benutzen.

Sie haben richtig gehört: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erweitert seine Warnung im Zusammenhang mit einer Sicherheitslücke im Internet Explorer (Ja. Wir müssen Sie enttäuschen. Es existieren Lücken in Microsoft-Systemen. Es tut uns leid!).
Wie bekannt wurde, ist auch bei der Verwendung von Outlook, Outlook Express, Windows Mail, Windows Live Mail, dem Hilfesystem und der Sidebar Vorsicht geboten.
Das Bundesamt empfiehlt, einen alternativen Browser zu verwenden, bis Microsoft alle Lücken geschlossen und alle Softwareprobleme gelöst hat. Die Schwachstelle findet ihren Ursprung übrigens in einem Fehler in der Microsoft-HTML-Bibliothek (mshtml.dll).
Nutzer möchten, laut BSI, „…die “Eingeschränkte Zone” und nicht die “Internet-Zone” zur Anzeige von E-Mails verwenden, da dann die Ausführung von Active Scripting in der Standardeinstellung unterbunden sei. Zusätzlich sollte die Anzeige von HTML-E-Mails deaktiviert werden…“.
Dieser Fehler unterscheidet sich übrigens von dem fast voll- (nämlich 17-)jährigen Fehler, der von Microsoft ignoriert, bzw. übersehen wurde (die einen sagen so, die andern sagen so). Der geht auf das uralte Windows NT 3.1 zurück, das 1993 auf den Markt kam und betrifft alle 32-Bit-Versionen des Betriebssystems. Laut heise hat der Sicherheitsspezialist Tavis Ormandy die Lücke entdeckt und Möglichkeiten gefunden, diese unter XP, Vista und 7 zu nutzen.
Wir empfehlen allen mündigen Bürgern, die Aussagen ihres Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik zu prüfen und dementsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Duck and cover.