IFAT Mobil – Kunst auf der Straße

Samstag, 28. August 2010

Mobile Forschungseinheit, Werkstatt, Wohnraum, Kulturinstitut – Institute for Artificial Transformation

intercorp. unterstützt eine Kunstaktion, die Spuren auf ihrem Weg von Leipzig über die Schweizer Alpen nach Istanbul hinterlässt und gleichzeitig Situationen archiviert, die am Rande geschehen. Der Leipziger Künstler Andreas Kießling hat das IFAT-Mobil auf die Straße gebracht, das als mobile Forschungseinheit, temporärer Kunstraum, permanente Wohnung und Sampler eingesetzt wird. IFAT – Institute for Artifical Transformation – ist ein fiktives Forschungsprojekt, das in Zeiten der großen Finanzkrisen die Bank als Medium für sozialen Austausch identifiziert hat.

Andreas Kießling baut Bänke aus Materialien, die er vor Ort vorfindet. Die Bank ist Medium, um mit Menschen an diesen Plätzen ins Gespräch zu kommen. Die Ergebnisse dieser Kontakte werden dokumentiert und in einbruchsicheren Boxen archiviert. Jede einzelne der am Ende der Reise angesammelten Archivboxen wird als Zeitspeicher zum Kunstobjekt.

Zur Zeit forscht IFAT in den Schweizer Alpen. Der weitere Weg sowie die Ergebnisse der Ereignisse werden im Internet nachgezeichnet und kurz kommentiert. Diese Website realisierte intercorp.: IFAT.mobi

Mödlareuth – auf dem Weg zum Grimmepreis?

Dienstag, 01. Juni 2010
Mödlareuth - geteiltes Dorf in Oberfranken

Mödlareuth - geteiltes Dorf in Oberfranken

Mödlareuth - die Amerikaner nannten das kleine Dorf am Rande Oberfrankens „Little Berlin” – ist für den diesjährigen Grimme Online Award nominiert. Na ja nicht ganz: Nominiert wurden 19 Volontäre der Axel Springer Akademie, die eine Woche in Little Berlin verbracht hatten, um die Einwohner ihre Geschichte erzählen zu lassen, denn in Mödlareuth ist 1989 das erste Mauerstück gefallen, lange bevor es der Berliner Mauer an den Kragen ging.
In diesem Webspecial werden sowohl die journalistischen wie technischen Möglichkeiten des Internets ausgeschöpft: Crossmedial wir große Geschichte im Kleinen erzählt: www.littleberlin.de
Ein hochinteressantes Projekt wie wir finden und ein Zeugnis oberfränkischem Widerstandsgeistes am Ende der ehemaligen Welt zwischen Oberfranken und Thüringen. Stimmen Sie mit ab und geben Sie Mödlareuth die Chance, Grimmepreisträger zu werden.

Apropos Grimmepreis: Auch unsere geschätzter Foodstylist Stevan Paul ist nominiert mit seinem Blog: NutriCulinary.com. In diesem Blog dreht sich alles um gutes Essen. Rezepte, Tipps, Empfehlungen und Reiseberichte rund ums Essen vom gelernten Koch und geschätzten Buchautor Stevan Paul, der sozusagen nebenbei auch für das Fooddesign der Riegg&Partner Werbeagentur zuständig ist. Vor allem aber richtet sich das Foodblog an bewusste Genießer und möchte Bewusstsein für hochwertige Lebensmittel schaffen. Die schönen Fotos gibt es natürlich trotzdem, denn, wie gesagt, arbeitet Stevan Paul als Foodstylist. Natürlich auch eine Abstimmungsempfehlung.

Apropos Grimme-Preis: Er ist die wichtigste Auszeichnung für Fernsehsendungen in Deutschland. Seit 1964 würdigt es damit Produktionen und Fernsehleistungen, die „die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können“ (Statut des Grimme-Instituts). Neben dem Adolf-Grimme-Preis vergibt das Institut außerdem den Grimme Online Award sowie den Deutschen Radiopreis. Zur Abstimmung für den Publikumspreis des Grimme Online Award für Little Berlin und NutriCulinary

Kunstfotografie made by Jennifer Braun

Dienstag, 27. April 2010
Jennifer Braun und die Kunst des Fotodesigns.

Jennifer Braun und die Kunst des Fotodesigns.

intercorp. und Riegg & Partner scheinen eine Brutstätte der Avantgarde bzw. der zeitgenössischen Kunst zu sein. Jetzt ist es schon wieder passiert: Jennifer Braun, ehemalige Fotoauszubildende mit einer von der IHK-ausgezeichneten Abschlussprüfung hatte sich danach nach Dortmund auf den Weg gemacht, um Fotodesign zu studieren. Jetzt liegt die Diplomarbeit vor und das Studium ist beendet. Wir vom Land gratulieren begeistert und weisen wieder einmal darauf hin, wie künstlerisch fruchtbar der Boden in Oberfranken und rund um Neudrossenfeld ist.

Unter dem Titel Mora (lat.: Verweilen, Verzögerung) entstanden im Herbst Winter 09/10 Fotografien ihrer oberpälzischen Heimat – auf den ersten Blick melancholisch, auf den zweiten verwirrend, da Plastikfolie die Landschaftbilder partiell abdeckt und auf den dritten lyrisch. Jenny schreibt im Schlusswort ihrer vorliegenden Diplomarbeit: „Meine Arbeit zeigt Zustände zwischen geschützt und ungeschützt, zwischen innen und außen. In den Bildern entschleunigen temporäre Raum- und Flächengebilde die Zeit. Ein Augenblick, der Schutz bietet wird in die Länge gezogen: Mora,” um im Weiteren darauf hinzuweisen, warum sie in die orginäre, nebelverhangene Landschaft Plastikfolie einsetzt: ”Weiße Folie umschließt Bäume und Wiesen, eine dicke Nebelschicht
legt sich auf die Felder und Schnee bedeckt die Landschaft. Die Natur ist in einen Mantel gehüllt. Ich lasse Folien zu fragilen Konstrukten werden, die nur temporär für die Dauer der Aufnahmen existieren. Diese semi-transparenten Gebilde dienen als ephemere Schutzschichten und Schutzräume. Sie verkörpern Leichtigkeit, sie nehmen die Last. Es entstehen kleine Nester zum Verkriechen, Hüllen zum darunter schlüpfen.”

Mit diesen Fotoarbeiten beweist Jennifer Braun, dass die Grenzen zwischen Kunst, Design und Werbung fließend sind, fließend insofern, weil hierbei technischen Fertigkeiten ebenso gefragt sind, wie ein ästhetischer Blick, eine überzeugende Bildkomposition und ein Konzept, das aus dem Bild mehr macht als die reine Abbildung von Wirklichkeit. Weitere Informationen zu Jenny finden Sie hier: www.jennifer-braun.de

Eine Frage in eigener Sache: Ist Webdesign Kunst oder Kommerz? Als Werbeagentur für Webdesign entwickeln wir schließlich nutzerfreundliche, schöne Konzepte für Ihren Internetauftritt. Auf jeden Fall können Sie sicher sein, dass wir die Kunst beherrschen, genau Ihren Geschmack zu treffen und trotzdem alle technischen Aspekte (wie die Suchmaschinen-Optimierung, das Newslettersystem und alles, was Sie sonst noch wünschen) zu berücksichtigen, um eine kunstvolles, virtuelles Gebilde zu schaffen, mit dem Sie mehr als zufrieden sein werden!

Lesen was abgeht? CYPERIOR Web Gazette!

Freitag, 05. März 2010

Was passiert in der Welt der Netzwerke? Die brandneue Web Gazette CYPERIOR sucht und kommentiert Fundstücke der Zukunft. Daniel Boran, ehemaliger intercorp.- Art Director, ist den Trends auf den Fersen. Inzwischen selbständig und weiterhin mit intercorp. verbunden zeigt er, dass man auch aus Pegnitz innovativ und überzeugend agieren kann.

Besonder die Rubriken „Web News” und „Social Media” sind auf CYPERIOR eines Blickes wert. Denn hier erfährt der geneigte Leser nicht nur brandneue Entwicklungen aus den sozialen Netzwerken und zu innovativen Techniken rund um mobile und social Applications, sondern sie unterhalten auch mit feinen Gimmicks wie z. B. den Rechner, der darüber Auskunft gibt, wieviel ihre Website derzeit wert ist.

Eine Reise durch CYPERIOR lohnt sich. Wir wünschen Daniel Boran viel Erfolg mit dieser Webpublikation und hoffen, dass es nach dem interessanten Launch ebenso bunt und informativ weitergeht. intercorp. ist natürlich Fan (auf Facebook) und Abonnent der Gazette im Netz: www.cyperior.de

Steffens Experimente der Enttäuschung

Freitag, 12. Februar 2010
Steffen Kasparvicius

Experimente der Enttäuschung

Im Sommer 2009 hat die Stiftung der Saalesparkasse zum dritten Mal in Folge den Kunstpreis für eine herausragende Diplomarbeit eines Absolventen der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle vergeben. Steffen K. erhielt eine Anerkennung für seine künstlerischen Experimente zur Täuschung und Enttäuschung, die ein animierendes Spiel mit Erwartungen und Kontextverschiebungen eröffnen. Der Kunstpreis 09 der Stiftung der Saalesparkasse Halle zeigt die ausgezeichneten die Arbeiten der Preisträger im Kunstforum Halle/Saale vom 16. Februar bis 7. März 2010 . Und wer ist Steffen K.?

Steffen Kasperavicius, der 2004 seine Ausbildung zum Mediendesigner bei intercorp. abgeschlossen hatte, begann anschließend sein Studium an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle im Studiengang Plastik, Studienrichtung Medienkunst, das er 2009 mit dieser ausgezeichneten Diplomarbeit abschloss: Experimente der Enttäuschung
Steffen Kasperavicius: „ Im Bereich der Enttäuschung werden Ausstellungsraum, Partizipation, Erfahrungsgewohnheiten und körperliche Grenzen untersucht. Durch intensive kunstgeschichtliche Recherche (Konzeptkunst, Minimal Art, Medienkunst) und die Beschäftigung mit Psychologie, erarbeitete Steffen Kasperavicius ein Ideenarchiv aus künstlerischen Arbeiten mit dem Fokus auf eine Enttäuschungserzeugung.
Ziel war es jeweils einzelne Auslöser im Kunstkontext am Publikum zu testen. Dies geschah in mehreren Ausstellungen meist medialer und installativer Arbeiten, die im Diplomjahr in Berliner Kunst- und Aktionsräumen sowie im öffentlichen Raum geplant, durchgeführt und eigenkuratiert wurden. Sie stellten als Testsituationen die Teilnahmebereitschaft des Publikums auf die Probe und riefen letztendlich eine Sensibilisierung der Betrachter für ihren Körper im Kunstraum hervor. Die Testläufe sollten Erfahrungsmomente auslösen, die über den Machtbereich des Werkes aus dem Ausstellungsraum hinaus ins Leben wirken.”

Steffen Kasperavicius lebt und arbeitet heute in Berlin, wo er 2009 auch die Off-Produzentengalerie Arsène Fever Gallery und das Grafikstudio VVIRE gründete. Noch mehr zu Steffen K. gibts hier…

intercorp. fördert Literatur in Bayreuth

Montag, 11. Januar 2010

Das LiteraturCafé in Bayreuth präsentiert Stevan Paul

Aus einer kleinen Privatinitiative ist in den letzten 6 Jahren Bayreuths wichtigster Literaturveranstalter gewachsen. In inzwischen über 60 Veranstaltungen wurden große Namen der deutschen Literatur wie Robert Menasse oder Franziska Gerstenberg ebenso präsentiert, wie Berliner Lesebühnenshows der Chaussee der Enthusiasten und der Surfpoeten bis hin zu Experimentellem von Nora Gombringer und Hallo Erde. Und ein Ende ist nicht abzusehen.

Jüngst hat eine Lesung mit Menü des RTL-Fernsehkochs, Foodstylisten und Autor Stevan Paul für Furore gesorgt. Bereits 2 Tage nach Veröffentlichung des Veranstaltungstermins waren alle 70 Plätze ausverkauft. Zudem wurde diese Lesung mit Menü für die Werbeagentur Riegg & Partner für weitere 50 Gäste veranstaltet. Das LiteraturCafé Bayreuth ist heute eine feste Größe im oberfränkischen Kulturleben.

intercorp. unterstützt das LiteraturCafé Bayreuth von Anfang an: Flyer und Website gehören ebenso zum intercorp.-Sponsoring, wie auch das inzwischen allen Bayreuthern Literaturveranstaltern zur Verfügung stehende Veranstaltungsportal literatur-bayreuth.de.

intercorp unterstützt COVER IT!

Montag, 11. Januar 2010

COVER IT im Stadtraum

Anlass des Kunstprojekts COVER IT! ist die um sich greifende Tendenz, dass Kommunen immer häufiger Verträge mit einzelnen Plakatflächen-Anbietern abschließen, die eine monopolisierte Nutzung des Stadtraums gestatten und damit freien kulturellen Initiativen den Zugang zur öffentlichen Meinung verwehren.

Eine nicht hinnehmbare Entwicklung, findet die Künstlerin Katrin Hanusch, denn in dem Moment, in dem der öffentliche Raum als frei nutzbare Kommunikationsfläche nicht mehr zur Verfügung steht, ist der Verlust kultureller Vielfalt eingeleitet.

Der Intention vieler Kommunen, der „optischen Verschmutzung” des „wilden Plakatierens” Herr zu werden, bietet die Künstlerin den Kommunen eine demokratische Alternative an, die (Zitat) „eine neue Sauberkeit der Städte” einleiten könnte.

Unter dem Namen COVER IT! empfiehlt die Künstlerin nicht plakatierbare Plakatwände. Diese werden mit widerstandsfähigen, dreidimensional-tiefgezogenen und reliefartigen Kunststoffmodulen bedeckt, die eine Nutzung für herkömmliche Plakatwerbung unmöglich machen. COVER IT! ist preiswert herzustellen, haltbarer und flächen-konservierender als die bekannten Werbebanner, die zudem den Ensemble-Charakter vieler Häuserzeilen empfindlich stören. Infolge der Normierung und der einheitlichen Farbgebung der eigens für dieses Projekt angefertigten Kunststoffmodule fügt sich COVER IT!  harmonisch in jede denkbare architektonische Situation ein. Katrin Hanusch ist überzeugt, dass so nicht nur die optische Sauberkeit der Städte nachhaltig verbessert, sondern auch dem im Grundgesetz festgeschriebenem Grundsatz der „Gleichheit aller” optimal Rechnung getragen werde.

Die Arbeit steht im Kontext der Street Art, die ihre Motivation aus der lustvoll anarchischen und kreativen Auseinandersetzung mit omnipräsenter Werbung und Gentrifizierung zieht. Streetart wendet sich inhaltlich zudem gegen Konsumismus, Kommerzialisierung und öffentliche Ordnung. Das Aktionsmotto der Streetart: „reclaim the streets” wird in dieser Arbeit ebenso manifestiert wie Marshal Mc Luhans Theorie, dass bereits das Medium die Botschaft sei. COVER IT! fordert  zum gemeinschaftlchen Aneignen des öffentlichen Raums auf.

COVER IT! wurde im Rahmen der Ausstellung „Gedanken zur Revolution” in Leipzig gezeigt.

Die Website www.coverit.org wurde von intercorp. erstellt und bietet eine Vielzahl von Links, die auf den Anlass sowie auf die künstlerische Einbettung verweisen.

Zur Künstlerin: Katrin Hanusch, heute in Leipzig lebend, war 3 Monate Grafikpraktikantin in unserem Haus.

intercorp. und der Bayreuther Kunstverein

Sonntag, 03. Januar 2010

intercorp. und die junge Kunst: Der Kunstverein Bayreuth präsentiert Lena Liselotte Schuster

Völlig ohne Internet, dafür mit viel Konzept half intercorp. dabei, dem Bayreuther Kunstverein ein „junges Gesicht” zu geben. Auf Anfrage von Kristina Köhler, einer Studentin der BWL an der Uni Bayreuth, haben wir uns im Rahmen eines Praktikums gemeinsam mit ihr auf den Weg gemacht, dem Bayreuther Kunstverein ein wenig mehr Außenwirkung und insbesondere mehr Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen.

Die ersten Früchte sind nun sichtbar: Kern des Konzeptes ist neben einer effektiveren Öffentlichkeitsdarstellung des Vereins die Förderung von Nachwuchskünstlern der Region. Kristina Köhler entwarf im Rahmen ihres Praktikums eine neue Projektreihe unter dem Titel „junge Kunst” mit dem Ziel, jährlich einen KünstlerIn aus der Region, der oder die woanders lebt bzw. studiert, zu präsentieren. Zudem wird der ausgewählte KünstlerIn die Titelseites des Programmheftes gestalten und im Kunstkabinett des Kunstvereins ausgestellt..

Die Gewinnerin des Jahres 2008 ist gefunden: Lena Schuster. Sie beschäftigt sich in ihrer Performance und Medieninstallation mit der Liebe zwischen Mensch und Haustier. „Only you”.