intercorp Praktikum – so siehts aus

19/02/2015
INTEREST
von Artjom Bossert
Im Rahmen meines Studiums Mediendesign an der Hochschule Hof / Campus Münchberg habe ich mein fünfmonatiges Praxissemester bei Riegg & Partner intercorp. GmbH in Neudrossenfeld absolviert. Das Unternehmen gehört zu einem Agentur-Netzwerk bestehend aus der Riegg & Partner Werbeagentur in Neudrossenfeld, Neuland Communication in Nürnberg und dem Internet- und IT- Unternehmen Riegg & Partner intercorp.
 Im Folgenden nun eine kleine Zusammenfassung meines intercorp Praktikum:

intercorp.

Schon bei mei­nem Bewer­bungs­ge­spräch vor Ort hatte ich sofort den Ein­druck, dass ich hier kei­nem langweiligen Unternehmen – und schon gar keiner Werbeagentur – begegne. Der Umgang bei intercorp. ist durch­ge­hend freund­lich, familiär und ohne dieser typischen Werber-Attitüde (Hipster-Bärte, Coolnessfaktor der sich in Buzzwords ausdrückt, Markenfetisch und Co.). Dies sorgt für ein angenehmes motivierendes Arbeits­klima. Ich habe mich sehr dar­über gefreut, von Anfang an als Teil des Teams betrachtet zu werden. Ich startete gleich durch und gab mir die beste Mühe dieses coole Team zu unterstützen. Für erfolg­rei­che Arbeiten erhielt ich von den Kol­le­gen stets Anerkennung – auch umge­kehrt will ich dies zurückgeben: konzentriert aber niemals steif, immer fix und total professionell werden hier die Projekte bearbeitet und zu Ergebnissen geführt, die ich, bevor ich in diesem Vor-Dorf von Bayreuth gearbeitet habe, dann doch eher aus Berlin, Hamburg oder sonstigen IT-Metropolen erwartet habe. OK, ich bin ja noch recht jung und kann noch viel lernen. Auch dass ein ehrlicher und freund­li­cher Umgang mit­ein­an­der so selbst­ver­ständ­lich ist, hätte ich in einem solchen Unternehmen überhaupt nicht erwartet. Ich dachte ja eher, dass Leistungsdruck und Kundenstress ein Betriebsklima machen, dass eher angestrengt ist. Um den Erfolg der Pro­jekte zu gewähr­leis­ten, „packt” jeder im Team „mit an“, erst wenn der Kunde zufrieden ist, ist auch intercorp. zufrieden. Ja, so einfach ist das. Und doch: wenn die Arbeit intern als besonders gut empfunden wird, der Kunde das aber nicht sieht oder nichts sagt, dann geben sich Programmierer eben selbst die ”High Five”.

Mein Einstieg ins intercorp Praktikum

überraschend anders. Meine erste Aufgabe war ein künstlerischer Auftrag. Da sich intercorp. auch in der Bayreuther Kunstszene engagiert – und hier besonders für junge Kunst – war ich sogleich beim Bayreuther Street-Art Festival beteiligt. Genaugenommen beim Wettbewerb für ein Graffiti, das die Hauswand des Bayreuther Kunstmuseums schmücken sollte. Der Geschäftsführer meinte, dass eine Beteiligung an diesem Wettbewerb eine gute Fingerübung für den Einstieg ins intercorp Praktikum wäre. Ich staunte erst einmal nicht schlecht. Machte dann beim Wettbewerb mit, gewann diesen zwar nicht, konnte dann aber meine Arbeit ”create” doch noch realisieren, aber technisch: Ein Zeichenautomat, den mein Professor entwickelt hatte, zeichnete das Graffiti mit weißem Stift auf ein Schaufenster. Ein ziemlich cooles Ding. Und am Ende verstand ich auch: Die Mischung aus Handwerk (Zeichnung), digitaler Übersetzung in den Rechner und Umsetzung mittels Zeichenroboter enthielt exakt die 3 Schlüsseltätigkeiten eines guten Webdesigner und -entwicklers. Ganz schön clever dieser Auftrag.

intercorp Praktikum: Mein Beitrag zum Bayreuther Street Art Festival 2014

intercorp Praktikum: Mein Beitrag zum Bayreuther Street Art Festival 2014

Mein Arbeitsplatz

Das 210 qm große und nachhaltig aus Holz gebaute Loft ist ein Traum! Helle Büros mit hohen Decken und großen Fenstern erweckten bei mir Wohlfühlcharakter und ich musste mich manchmal fragen, ”wohn ich schon oder arbeite ich noch”. Ein ergonomischer Arbeitsplatz für alle Angestellten ist selbstverständlich. Mein eigener Arbeitsplatz war mit einem iMac und allen benötigte Programmen ausgestattet. Auch konnte ich den Arbeitsplatz mehr oder weniger nach Lust und Laune (ok, ehrlich gesagt, aufgrund meiner Einsatzbereiche)  z. B. von der Programmierer-Unit in Designabteilung wechseln. Und, man glaubt es kaum, da stehen dann zwei iMacs auf dem Tisch. Oder in die Küche mit Sofa mit sage und schreibe vier … naja … keine Macs, sondern Herdplatten.
Aufgrund der flachen Hierarchie war hauptsächlich der intercorp.-Geschäftsführer mein direk­ter Ansprech­part­ner. Ich wusste zu jeder Zeit über meine Auf­ga­ben Bescheid und ich erhielt immer ausgiebige Briefings und genü­gend Infor­ma­tio­nen, diese  dann auch exakt erle­di­gen zu können. Sowohl die fach­li­che als auch die zwi­schen­mensch­li­che Zusam­men­ar­beit lief hervorragend. Und das nicht nur während der Arbeitszeiten. In der Mittagspause spazierten wir alle gemeinsam an der frischen Luft zu dem nahe gelegenen Supermarkt. Das hatte schon was von einem lustigem Betriebsausflug, der im Supermarkt weiterging. Immer mit Spaß. Sogar im Supermarkt ist Kreativität gefragt, denn die Auswahl ist groß und die Lust, danach gemeinsam zu kochen, bringt die tollsten Ideen. Wer kann das schon von seiner Arbeitsstelle behaupten: Jeder Tag ist Betriebsausflug. Wieder zurück wird dann in der hauseigenen Küche gemeinschaftlich gekocht. Die unterschiedlichsten Getränke, die unser aller liebster stumme Mitarbeiter, unser Fritz … der Fritz Cola Kühlschrank … uns schenkte, lassen die Mittagspause zu einem echten Gemeinschaftserlebnis werden. Mit frischen Kopf und neuer Energie geht es dann anschließend wieder an die Arbeit.
intercorp Praktikum: Gemeinsames kreatives Kochen gehörte irgendwie auch dazu.

intercorp Praktikum: Gemeinsames kreatives Kochen gehörte irgendwie auch dazu.

Meine Tätigkeit

Bei mei­nem Bewer­bungs­ge­spräch habe ich mich als „Allrounder“ vor­ge­stellt. Am Liebsten gestalten ich im zwei- und dreidimensionalen Raum, meine persönlichen Schwierigkeiten lagen eher im Bereich Webentwicklung. Daher war es mir wich­tig, in meinem Praktikum vor allem in diesem Bereich mög­lichst vie­le prak­ti­sche Erfah­run­gen in meinem intercorp Praktikum zu sam­meln. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil, denn ich entwickelte am Ende des Praktikums eigenverantwortlich die

intercorp. Think! Microsite

intercorp. Praktikum: Think! intercorp - die Microsite

intercorp. Praktikum: Think! intercorp – die Microsite

Nach einigen spannenden Projekten in Screen-, Corporate- und Usability Design, Illustrationen, 3D-Scan, 3D-Druck und Modelling war es Zeit für mein erstes großes Projekt. Die Strukturierung und Gestaltung, sowie die Programmierung einer Microsite für intercorp. zum Thema Nachhaltigkeit (natürlich auch für Tablets und Smartphones – Responsive Design eben). An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal herzlich bei Dr. Fergus Wünschmann, der mir mit diesem Projekt viel Vertrauen gezeigt hat und natürlich auch dem tollen Team, das mir bei Schwierigkeiten jederzeit helfend zur Seite stand.

Am Ende auch eine eigene Statue

Zusammen mit meinem Professor der Münchberger Hochschule und den Mitarbeitern des Riegg Fotostudios konnten wir ein weiteres spannendes Projekt umsetzen. Das größte bayerische Helfernetzwerk, bestehend aus den wichtigsten und auch bekanntesten Organisationen, hatten einen Pitch ausgeschrieben und eine Agentur gesucht, die ihnen bei der Suche nach Nachwuchs behilflich ist. Dieser Pitch wurde während meiner Praktikumszeit auch gewonnen. Meine Aufgabe war dabei,  mithilfe der neuesten 3D-Scan-Technik eine dreidimensionale Statue via 3D-Drucker zu erstellen, die als Key Visual die von der Agentur erdachte Kampagne trägt. Aus Mangel an anderen Models wurde ich genommen und als Ergebnis habe ich mich jetzt selbst als Klon bzw. als 3D-Figur zuhause stehen. Strange. Aber cool. Zuletzt haben mir die intercorp.ler sogar die 2-tägige Begleitung eines Bewerbers um eine Ausbildungsstelle anvertraut. Dabei habe ich ihn anhand eines Test-Projekts die umfassenden Tätigkeitsfelder eines Fachinformatikers für Anwendungsentwicklung erklären dürfen. Das Feedback am Ende war echt gut – vom Bewerber, vom Chef und von von allen andern intercorp.lern, die uns während dieser 2 Tage immer wieder über die Schulter geschaut hatten.
intercorp. Praktikum: 3 D Scan

intercorp Praktikum: 3 D Scan

intercorp Praktikum – mein Fazit

Rückblickend kann ich sagen, dass die Zeit bei intercorp. nicht nur sehr schön, sondern auch sehr lehrreich war. Ich habe in verschiedenen Bereichen, vor allem in der Webentwicklung, viel Neues dazugelernt und meine Wahrnehmung in allen Bereichen geschult. Ich werde alles Gelernte bei meinen künftigen Projekten an der Uni anwenden. Sicher werde ich effizienter und qualitativer arbeiten können.
Danke intercorp. war eine tolle Zeit.
intercorp Praktikum: Meine eigene Statue mittels 3D Scan und 3D-Drucker.

intercorp Praktikum: Meine eigene Statue mittels 3D Scan und 3D-Drucker.